© Copyright Anka und Rolf Obrist 2020 - All Rights Reserved Aktualisiert (Donnerstag, den 27. Februar 2020)

Drogenhund

Drogenhunde werden abhängig gemacht – das alte Märchen an das noch Heute einigen Leute glauben!!!! Meine Familie und ich sind seit September 2000 im Besitz einer Epagneul Breton Hündin „Roxie“. Ich arbeite bei der Kantonspolizei Graubünden und habe während 20 Jahren drei Deutsche Schäfer im Schutzdienst ausgebildet. Nun bekam ich die Möglichkeit mit dem Epagneul Breton auf dem Gebiet der Drogensuche zu arbeiten. Also galt es, sich betreffend Hund wie Ausbildung total umzustellen. Die Drogenhundeausbildung war für mich absolutes Neuland. Der Aufbau erfolgt mit einem Stofflumpen, in welchem Stücke einer Haschischplatte eingenäht sind. Mit diesem Lumpen kann dann mit dem Junghund gespielt und gekämpft werden, wobei der Hund natürlich immer als Sieger den Platz verlässt. Später werden Spielgegenstände gebastelt (starke Plastikröhrchen die nicht zerknautscht werden können). In den verschiedenen Röhrchen befindet sich Haschisch, Kokain oder Heroin, gut verpackt, so dass der Hund nicht in Berührung mit den Rauschmitteln kommen kann. Mit diesen Gegenständen darf der Hund beim Gassi gehen, in der Wohnung und überall wo sich eine gute Gelegenheit ergibt spielen. Man muss auch sehr viel verschiedene Varianten einbauen, damit der Hund eine Sicherheit bekommt betreffend Umwelteinflüssen, Höhenangst, über Gitterröste gehen etc. Bei den dienstlichen Hundeübungen werden dann in einem Gebäude, in einem Fahrzeug oder im freien Gelände Drogen in allen möglichen und unmöglichen Orten versteckt. Sobald der Hund eine Anzeige macht, begibt man sich zu ihm und er wird mit dem mitgeführten Spielgegenstand (Plastikröhrchen) bestätigt. Der Hund entfernt sich mit dem Gegenstand vom Anzeigeort und widmet sich seinem Spiel, während man die Drogen aus dem Versteck nehmen kann. Somit dürfte klar sein, dass der Hund bei jedem Einsatz nur seinen Spielgegenstand und nicht etwa aus Abhängigkeitsgründen Drogen sucht. Im Oktober 2001 konnte ich mit Roxie den Einsatztest für Drogenhunde absolvieren. Diesen Test bestand sie mit kleinen Einschränkungen (Nervosität) mit Bravour. Als einsatzfähiges Team standen wir seither auch schon einige Male im Ernsteinsatz. Für die Drogensuche weist der Epagneul Breton eine ideale Grösse auf. Er ist im Einsatz unermüdlich und zeigt auch nach zwei Stunden Suchzeit keine Ermüdungserscheinungen. Die Drogen zeigt der Hund mit scharren und bellen sehr gut an. Zuhause fängt Roxie ohne Kommando plötzlich an, die Wohnung zu durchsuchen und zeigt mir so an, dass es wieder einmal Zeit wäre, mit ihr das „Drogensuchspiel“ zu spielen! Seit Roxie bewiesen hat, dass der Epagneul Breton für diese Tätigkeit sehr geeignet ist, haben sich einige Hundeführer für den Bretonen entschieden. klicken Sie hier... http://www.suedostschweiz.ch/panorama/2016-06-03/vierbeinige-polizisten-in-ausbildung

Field Trials

Vor circa 100 Jahren fanden in England die ersten Fields-Trials statt, sie fassten bald danach auch auf dem Kontinent Fuss, wobei sie weiterhin die ursprüngliche Bezeichnung beibehielten. Für die Vorstehhunde gibt es zwei verschiedenen Arten von Fields: Frühlingsfields, welche meist im jungen Getreide stattfinden und Sommerfields. In Frankreich besteht das Federwild hauptsächlich aus Rebhühnerpaaren. In der Schweiz ist dieses Wild leider ausgestorben, sodass unser Field auf Zuchtfasanen, welche am Morgen des Wettkampfes ausgesetzt werden, ausgetragen werden. Die Tiere werden nicht erlegt, der Führer schiesst mit einer Schreckschusspistole. Die im Herbst ausgetragenen Fields (in Frankreich) sind wie bei der Jagd, die Rebhühner oder Fasane werden erlegt. Es handelt sich um die Fields auf geschossenes Federwild (G.T. = Gibier Tiré). Bei uns in der Schweiz sind solche Wettbewerbe verboten. Die kontinentalischen Vorstehhunde, d.h.: die Epagneuls, die Braquen und die Griffons werden entweder zusammen oder einzeln bewertet. Sie haben eine kurze, gekreuzte Suche, welche als „à la Française » bezeichnet wird. Die englische Vorstehhunde, Setter und Pointer haben eine viel ausgedehntere und schnellere Suche, ihre Winkel können bis zu 500 m vom Führer entfernt sein. Für alle gibt es eine Zeitlimite von 15 Min. Der Richter folgt dem Hundeführer und hat seine Beurteilung auf die Qualität der verschiedenen Arbeitsverläufe festzuhalten. Sobald der Hund abgeleint wird, werden dem Team eine Minute freigegeben, d.h. dass die Fehler, welche der Hund in dieser ersten Minute machen sollte, nicht bewertet werden. Eine Trompete gibt dann das Signal für den Beginn der Quersuche. Kontinentalische Hunde werden auf folgende Qualitäten bewertet: - Die Gangart sollte lebhaft sein. Der Galopp energisch mit rollenden und zusammengerafften Bewegungen. Die Winkel werden parallel zum Führer, etwa 30 m vor und 200 m seitlich entfernt, nach aussen gedreht. - Die Kopfhaltung ist hoch, in der Rückenlinie, immer in Bewegung, sodass man erkennen kann, dass der Hund das Wild mit seiner Nase sucht. Man duldet gewisse Bodenabsicherungen in schwierigen Verhältnissen. - Die Suche sollte intelligent und methodisch sein. Der Hund muss, das ihm zur Verfügung gestellte Feld gänzlich absuchen, und gleichzeitig im Kontakt mit seinem Führer bleiben. - Der Hund muss stehend vorstehen. Sobald er eine Witterung wahrnimmt, wird er sich dem Wild vorsichtig und sicher nähern, um das Federwild blockieren zu können. - Das Nachziehen wird mit einem Kommando verlangt. Der Hund wird dann nachziehen bis das Federwild vor ihm wegfliegt. Er muss dann stehen bleiben. Ein vorstehender Hund darf sich nicht bewegen; sollte er beim Wegflug des Vogels nachspringen wird er eliminiert. Dasselbe gilt für den Hund, welcher einen Hasen laut Jagd und beim Pfiff nicht zurückkehrt. Die Richter klassieren die Hunde nicht nach der Anzahl abgenommener Punkte, sondern nach der Qualität der Arbeit; die Nasenarbeit und die Abrichtung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Hunde, welche eine vorzügliche Arbeit gezeigt haben, jedoch kein Wild vorgefunden haben, werden nochmals auf einem anderen Feld geprüft. Bei den Fields auf geschossenes Wild, wird die Suche etwas kürzer als in den Frühlingsfields ausfallen, damit die offiziellen Schützen in Reichweite stehen können. Zudem werden bei diesen Herbstfields das Apportieren und Abgeben des erlegten Wildes verlangt. Die Richter können die folgenden Auszeichnungen geben: - Vorzüglich mit CACT : Fähigkeitsausweis für die Arbeitsmeisterschaft welche für eine brillante Leistung abgegeben wird. - Vorzüglich mit RCACT : Réserve des CACT, etwas weniger brillanter Lauf als der vorhergehende. - Vorzüglich - Sehr gut wird für eine seriöse Suche mit wenig Brillanz abgegeben - CQN Natürlicher Qualitätenausweis, das heisst, der Hund hat eine ausgezeichnete Suche gezeigt jedoch wurde er nach einem Abrichtungsfehler eliminiert. Die Hunde, welche einen CACT erhalten haben, werden zu zweit nochmals bewertet. Sie starten zusammen auf einem Feld, wo die Gangart und das Suchverhalten beurteilt werden. Der Sieger erhält dann die Auszeichnung CACIT (I= International), der Zweite die Auszeichnung RCACIT. Der Grundgedanke der Fields-Trials dient der Verbesserung der Vorstehhunderassen, wo man die besten Vertreter entdecken kann. Diese Hunde werden zu Trialer ernannt und sind für die Züchter von grosser Wichtigkeit um bei den einzelnen Rassen die Arbeitslinie zu fördern. Pierre Pauli
Der Epagneul Breton ist, bleibt und sollte ein Jagdhund, Vorstehhund bleiben. Doch er eignet sich auch für andere Hundearbeiten. Er ist sehr vielseitig. Wir möchten Ihnen einige seiner Fähigkeiten hier vorstellen. Clicken Sie einfach auf die Sparte, die Sie kennen lernen möchten.

Lawinensuchhund

Unser Epagneul Breton "Roxie" wird nebst den Sparten Schweiss-, Jagd- und Drogenhund auch als Lawinensuchhund ausgebildet. Ich habe bis heute schon drei Deutsche Schäferhunde im Bereiche Lawine ausgebildet und amtiere am Lawinenhundekurs in Flims/Nagens als Klassenlehrer. Bei strahlendem Wetter rückt das Kader des Kurses am Samstag, 15. Dezember 2001 nach Flims/Nagens auf einer Höhe von 2300 m.ü.M. ein. Die Mannschaft von 22 Hundeführer treffen am folgenden Tag ein. Zuerst müssen die Felder, das heisst Löcher zum vergraben von Personen, vorbereitet werden. Dies erfordert Knochen-Arbeit von den Teilnehmern. Trotz des wenigen Schnees wurden die verschiedenen Übungsfelder realitätsnah angelegt. Der Junghund wird in einem 4-Phasen System angelernt wobei grossen Wert auf das auffinden von Personen und auf die Grundkenntnisse in der Systemarbeit gelegt wird. Später werden dann auch Rucksäcke vergraben die weniger Witterung abgeben und die Arbeit für den Hund so erschweren. Nach sechs harten Übungstagen erhalten dann die erfolgreichen Teams ihr angestrebtes Brevet. Unser Epagneul Breton zeigt grosse Freude an der Suche im Schnee und natürlich an den vergrabenen Personen welche den Hund beim auffinden mit Wurst belohnen. Es wird bei der Arbeit auf der Lawine nur spielerisch geübt und überhaupt kein Druck auf den Hund ausgeübt. Dies gefällt nicht nur den Hunden sondern auch den Führern. Auch wir haben unser Brevet erreicht und können nun in diesem Jahr die Einsatzfähigkeit erreichen. Die Vorteile des Epagneul Breton liegen darin, dass er durch sein geringes Gewicht nicht so schnell im Schnee einsinkt wie die grossen Hunde. Zudem ist er wendig und sehr ausdauernd. Da unser Hund im Zwinger sowie auch im Haus gehalten wird, war die Kälte in diesen hohen Lagen auch nicht ein grosses Problem. Alles in allem ist der Epagneul Breton ein Allrounder ! Obrist Rolf Valig du Chant des Tétras und Andy!! DJ des nouvelles Landes mit Rolf bei einer Lawinenübung, Foto A. Balzarini, Copyright by Keystone

Sanitätshund

Die Schweiz ist das einzige Land, das die Disziplin „Sanitätshund“ kennt. Der Sanitätshund ist die älteste Art der Rettungshunde. Im Ersten Weltkrieg waren systematisch ausgebildete Hunde die idealen Gehilfen der Sanitätssoldaten, daher stammt der Name „Sanitätshund“. Auf den Kampffeldern suchten Sanitäter mit ihren Hunden nach Verletzten. Oftmals konnte der Soldat nicht aus der Deckung, dann schickten sie die Hunde kriechend weiter um zu suchen. Die Hunde meldeten ihren Fund, indem sie einen Gegenstand des Verletzten, z. B. seine Mütze, dem Führer brachten. Da dieses Anzeigeverfahren manchmal zu Problemen führte, begann man dem Hund ein so genanntes Bringsel, ein ca. 10cm langes Lederstück, ans Halsband zu hängen. Fand der Hund einen Verwundeten, nahm er das Bringsel in den Fang und kehrte zu seinem Führer. Er führte ihn daraufhin zu dem Verletzten. Heute wird der Sanitätshund nicht mehr von der Armee eingesetzt. Im Sportbereich ist diese Disziplin jedoch geblieben. Bewertet wird die Nasenarbeit (Quersuche, Reaktion, Führigkeit, Tempo, Ausdauer, das Bringseln und Anzeigen), Erfolg, (3Personen, 1Rucksack),Unterordnung (Fusslaufen, Voranschicken mit hinlegen, Setzen, Legen, Front, Apportieren, Kriechen, Hoch -und Weitsprung.) Der Hund sollte bei dieser Arbeit unbedingt eine Sanitäts-Schabracke tragen, da er teilweise in unübersichtlichen Wald oder Gelände reviert. Für den Jäger eine grosse Hilfe, um wildernde Hunde zu unterscheiden. Bei der Nasenarbeit sollte der Hund mit einer systematischen Quersuche sitzende oder liegende Personen und einen Gegenstand(Rucksack, Tasche, Mantel) mittels des Bringselverfahrens anzeigen. Von der Mittellinie aus, schickt der HF den Hund mindestens 60m nach rechts und links. Kommt der Hund mit dem Bringsel im Fang zurück, ist für den HF klar, dass er etwas gefunden hat, den Bringsel abgenommen, zeigt der Hund dem HF die Fundstelle. Sanitätshund I : 20Min. 200mx120m ( ein Gebiet von einer Fläche von 24’000m2) Sanitätshund II : 25Min. 300mx120m (ein Gebiet von einer Fläche von 36’000m2) Sanitätshund III : 30Min. 400mx120m (ein Gebiet von einer Fläche von 48’000m2) Diese Disziplin eignet sich vor allem für Hunde mittlerer Grösse. Die ganz kleinen oder ganz grossen Hunde sind etwas benachteiligt, doch es ist nicht unmöglich mit ihnen diese Arbeit zu machen. Jeder Hund sollte jedoch menschenliebend, suchfreudig, fit und vor allem einen sehr guten Appell haben. Um die Arbeit mit dem Bringsel schnell zu lernen, wäre das freudige Apportieren allerlei Gegenstände des Hundes von Vorteil. In der Schweiz werden landesweit Prüfungen organisiert. Der Kalender wird in den offiziellen Organen der SKG, „Hunde“ und Cynologie Romande“ veröffentlicht. Viele Hundeklubs bieten die Möglichkeit den Hund auszubilden. Einige Bretonen unseres Klubs nehmen an diesen Prüfungen teil oder sind noch in der Ausbildung. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und Freude. Gret Kunkler

Agility

Ganz persönlich sind wir nicht Agility erfahren. Wir kennen diese Sportart zu wenig. Es erfordert viel Ausdauer, Schnelligkeit, Gehorsam und eine starke Bindung zum Führer. Vista des nouvelles Landes hat bewiesen, dass ein Epagneul Breton diese Eigenschaften besitzt und sich für diese Sportart bestens eignet. Sie hat den höchsten Level III unter der Führung von Mélanie erreicht. Wir gratulieren dem Team ganz herzlich!

Brandmittellspürhund

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Brandmittelspürhunde können grundsätzlich bei allen Arten von Bränden (Brände von Fabriken, Lagerhallen, Landwirtschaftsgebäuden, Häusern, Wald- und Flächenbränden, etc.) eingesetzt werden. Der Brandmittelspürhund unterstützt die Arbeit der Brandermittler, indem er einen Brandort nach dem Erkalten und dessen Umfeld besonders schnell und effektiv nach verwendeten Brandbeschleunigern absuchen kann. Der Brandmittelspürhund ist aufgrund seines hochempfindlichen Geruchsinns in der Lage, noch nach Tagen stark abgedampfte und kleinste Restmengen brennbarer Flüssigkeiten im Brandschutt zu erkennen. Der Hund ist auf acht verschiedene Substanzen von Kohlenwasserstoffen in Brandbeschleunigern konditioniert, wodurch er ca. 1500 Brandbeschleuniger abdeckt. Zeigt der Brandmittelspürhund im Brandschutt oder bei einer Flüssigkeit in der Nähe des Brandortes an, so kann das Material zielgerichtet gesichert und in einem Labor ausgewertet werden. Die Anzeige erfolg passiv, liegend und mit der Nase Punktgenau auf dem Brandbeschleuniger. Die ersten Brandmittelspürhunde wurden in den 80-er Jahren in den USA ausgebildet. Seit 1998 stehen sie erfolgreich in Europa, vor allem in Deutschland und Österreich, im Einsatz. Zurzeit werden die Vorzüge von Brandmittelspürhunden auch in der Schweiz erkannt. Ich arbeite bei der Kantonspolizei Graubünden und führe meine Hündin Barinja des nouvelles Landes, welche nun eine von fünf Brandmittelspürhunden in der Schweiz ist, seit dem Jahre 2006. Bruno Fetz

Epagneuls Bretons et

Bouledogues Français

des nouvelles Landes

Drogenhund

Drogenhunde werden abhängig gemacht das alte Märchen an das noch Heute einigen Leute glauben!!!! Meine Familie und ich sind seit September 2000 im Besitz einer Epagneul Breton Hündin „Roxie“. Ich arbeite bei der Kantonspolizei Graubünden und habe während 20 Jahren drei Deutsche Schäfer im Schutzdienst ausgebildet. Nun bekam ich die Möglichkeit mit dem Epagneul Breton auf dem Gebiet der Drogensuche zu arbeiten. Also galt es, sich betreffend Hund wie Ausbildung total umzustellen. Die Drogenhundeausbildung war für mich absolutes Neuland. Der Aufbau erfolgt mit einem Stofflumpen, in welchem Stücke einer Haschischplatte eingenäht sind. Mit diesem Lumpen kann dann mit dem Junghund gespielt und gekämpft werden, wobei der Hund natürlich immer als Sieger den Platz verlässt. Später werden Spielgegenstände gebastelt (starke Plastikröhrchen die nicht zerknautscht werden können). In den verschiedenen Röhrchen befindet sich Haschisch, Kokain oder Heroin, gut verpackt, so dass der Hund nicht in Berührung mit den Rauschmitteln kommen kann. Mit diesen Gegenständen darf der Hund beim Gassi gehen, in der Wohnung und überall wo sich eine gute Gelegenheit ergibt spielen. Man muss auch sehr viel verschiedene Varianten einbauen, damit der Hund eine Sicherheit bekommt betreffend Umwelteinflüssen, Höhenangst, über Gitterröste gehen etc. Bei den dienstlichen Hundeübungen werden dann in einem Gebäude, in einem Fahrzeug oder im freien Gelände Drogen in allen möglichen und unmöglichen Orten versteckt. Sobald der Hund eine Anzeige macht, begibt man sich zu ihm und er wird mit dem mitgeführten Spielgegenstand (Plastikröhrchen) bestätigt. Der Hund entfernt sich mit dem Gegenstand vom Anzeigeort und widmet sich seinem Spiel, während man die Drogen aus dem Versteck nehmen kann. Somit dürfte klar sein, dass der Hund bei jedem Einsatz nur seinen Spielgegenstand und nicht etwa aus Abhängigkeitsgründen Drogen sucht. Im Oktober 2001 konnte ich mit Roxie den Einsatztest für Drogenhunde absolvieren. Diesen Test bestand sie mit kleinen Einschränkungen (Nervosität) mit Bravour. Als einsatzfähiges Team standen wir seither auch schon einige Male im Ernsteinsatz. Für die Drogensuche weist der Epagneul Breton eine ideale Grösse auf. Er ist im Einsatz unermüdlich und zeigt auch nach zwei Stunden Suchzeit keine Ermüdungserscheinungen. Die Drogen zeigt der Hund mit scharren und bellen sehr gut an. Zuhause fängt Roxie ohne Kommando plötzlich an, die Wohnung zu durchsuchen und zeigt mir so an, dass es wieder einmal Zeit wäre, mit ihr das „Drogensuchspiel“ zu spielen! Seit Roxie bewiesen hat, dass der Epagneul Breton für diese Tätigkeit sehr geeignet ist, haben sich einige Hundeführer für den Bretonen entschieden. klicken Sie hier... / / - 03/vierbeinige-polizisten-in-ausbildung

Field Trial

Vor circa 100 Jahren fanden in England die ersten Fields-Trials statt, sie fassten bald danach auch auf dem Kontinent Fuss, wobei sie weiterhin die ursprüngliche Bezeichnung beibehielten. Für die Vorstehhunde gibt es zwei verschiedenen Arten von Fields: Frühlingsfields, welche meist im jungen Getreide stattfinden und Sommerfields. In Frankreich besteht das Federwild hauptsächlich aus Rebhühnerpaaren. In der Schweiz ist dieses Wild leider ausgestorben, sodass unser Field auf Zuchtfasanen, welche am Morgen des Wettkampfes ausgesetzt werden, ausgetragen werden. Die Tiere werden nicht erlegt, der Führer schiesst mit einer Schreckschusspistole. Die im Herbst ausgetragenen Fields (in Frankreich) sind wie bei der Jagd, die Rebhühner oder Fasane werden erlegt. Es handelt sich um die Fields auf geschossenes Federwild (G.T. = Gibier Tiré). Bei uns in der Schweiz sind solche Wettbewerbe verboten. Die kontinentalischen Vorstehhunde, d.h.: die Epagneuls, die Braquen und die Griffons werden entweder zusammen oder einzeln bewertet. Sie haben eine kurze, gekreuzte Suche, welche als „à la Française » bezeichnet wird. Die englische Vorstehhunde, Setter und Pointer haben eine viel ausgedehntere und schnellere Suche, ihre Winkel können bis zu 500 m vom Führer entfernt sein. Für alle gibt es eine Zeitlimite von 15 Min. Der Richter folgt dem Hundeführer und hat seine Beurteilung auf die Qualität der verschiedenen Arbeitsverläufe festzuhalten. Sobald der Hund abgeleint wird, werden dem Team eine Minute freigegeben, d.h. dass die Fehler, welche der Hund in dieser ersten Minute machen sollte, nicht bewertet werden. Eine Trompete gibt dann das Signal für den Beginn der Quersuche. Kontinentalische Hunde werden auf folgende Qualitäten bewertet: - Die Gangart sollte lebhaft sein. Der Galopp energisch mit rollenden und zusammengerafften Bewegungen. Die Winkel werden parallel zum Führer, etwa 30 m vor und 200 m seitlich entfernt, nach aussen gedreht. - Die Kopfhaltung ist hoch, in der Rückenlinie, immer in Bewegung, sodass man erkennen kann, dass der Hund das Wild mit seiner Nase sucht. Man duldet gewisse Bodenabsicherungen in schwierigen Verhältnissen. - Die Suche sollte intelligent und methodisch sein. Der Hund muss, das ihm zur Verfügung gestellte Feld gänzlich absuchen, und gleichzeitig im Kontakt mit seinem Führer bleiben. - Der Hund muss stehend vorstehen. Sobald er eine Witterung wahrnimmt, wird er sich dem Wild vorsichtig und sicher nähern, um das Federwild blockieren zu können. - Das Nachziehen wird mit einem Kommando verlangt. Der Hund wird dann nachziehen bis das Federwild vor ihm wegfliegt. Er muss dann stehen bleiben. Ein vorstehender Hund darf sich nicht bewegen; sollte er beim Wegflug des Vogels nachspringen wird er eliminiert. Dasselbe gilt für den Hund, welcher einen Hasen laut Jagd und beim Pfiff nicht zurückkehrt. Die Richter klassieren die Hunde nicht nach der Anzahl abgenommener Punkte, sondern nach der Qualität der Arbeit; die Nasenarbeit und die Abrichtung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Hunde, welche eine vorzügliche Arbeit gezeigt haben, jedoch kein Wild vorgefunden haben, werden nochmals auf einem anderen Feld geprüft. Bei den Fields auf geschossenes Wild, wird die Suche etwas kürzer als in den Frühlingsfields ausfallen, damit die offiziellen Schützen in Reichweite stehen können. Zudem werden bei diesen Herbstfields das Apportieren und Abgeben des erlegten Wildes verlangt. Die Richter können die folgenden Auszeichnungen geben: - Vorzüglich mit CACT : Fähigkeitsausweis für die Arbeitsmeisterschaft welche für eine brillante Leistung abgegeben wird. - Vorzüglich mit RCACT : Réserve des CACT, etwas weniger brillanter Lauf als der vorhergehende. - Vorzüglich - Sehr gut wird für eine seriöse Suche mit wenig Brillanz abgegeben - CQN Natürlicher Qualitätenausweis, das heisst, der Hund hat eine ausgezeichnete Suche gezeigt jedoch wurde er nach einem Abrichtungsfehler eliminiert. Die Hunde, welche einen CACT erhalten haben, werden zu zweit nochmals bewertet. Sie starten zusammen auf einem Feld, wo die Gangart und das Suchverhalten beurteilt werden. Der Sieger erhält dann die Auszeichnung CACIT (I= International), der Zweite die Auszeichnung RCACIT. Der Grundgedanke der Fields-Trials dient der Verbesserung der Vorstehhunderassen, wo man die besten Vertreter entdecken kann. Diese Hunde werden zu Trialer ernannt und sind für die Züchter von grosser Wichtigkeit um bei den einzelnen Rassen die Arbeitslinie zu fördern. Pierre Pauli
Der Epagneul Breton ist, bleibt und sollte ein Jagdhund, Vorstehhund bleiben. Doch er eignet sich auch für andere Hundearbeiten. Er ist sehr vielseitig. Wir möchten Ihnen einige seiner Fähigkeiten hier vorstellen. Clicken Sie einfach auf die Sparte, die Sie kennen lernen möchten.

Lawinensuchhund

Unser Epagneul Breton "Roxie" wird nebst den Sparten Schweiss-, Jagd- und Drogenhund auch als Lawinensuchhund ausgebildet. Ich habe bis heute schon drei Deutsche Schäferhunde im Bereiche Lawine ausgebildet und amtiere am Lawinenhundekurs in Flims/Nagens als Klassenlehrer. Bei strahlendem Wetter rückt das Kader des Kurses am Samstag, 15. Dezember 2001 nach Flims/Nagens auf einer Höhe von 2300 m.ü.M. ein. Die Mannschaft von 22 Hundeführer treffen am folgenden Tag ein. Zuerst müssen die Felder, das heisst Löcher zum vergraben von Personen, vorbereitet werden. Dies erfordert Knochen- Arbeit von den Teilnehmern. Trotz des wenigen Schnees wurden die verschiedenen Übungsfelder realitätsnah angelegt. Der Junghund wird in einem 4-Phasen System angelernt wobei grossen Wert auf das auffinden von Personen und auf die Grundkenntnisse in der Systemarbeit gelegt wird. Später werden dann auch Rucksäcke vergraben die weniger Witterung abgeben und die Arbeit für den Hund so erschweren. Nach sechs harten Übungstagen erhalten dann die erfolgreichen Teams ihr angestrebtes Brevet. Unser Epagneul Breton zeigt grosse Freude an der Suche im Schnee und natürlich an den vergrabenen Personen welche den Hund beim auffinden mit Wurst belohnen. Es wird bei der Arbeit auf der Lawine nur spielerisch geübt und überhaupt kein Druck auf den Hund ausgeübt. Dies gefällt nicht nur den Hunden sondern auch den Führern. Auch wir haben unser Brevet erreicht und können nun in diesem Jahr die Einsatzfähigkeit erreichen. Die Vorteile des Epagneul Breton liegen darin, dass er durch sein geringes Gewicht nicht so schnell im Schnee einsinkt wie die grossen Hunde. Zudem ist er wendig und sehr ausdauernd. Da unser Hund im Zwinger sowie auch im Haus gehalten wird, war die Kälte in diesen hohen Lagen auch nicht ein grosses Problem. Alles in allem ist der Epagneul Breton ein Allrounder ! Obrist Rolf Valig du Chant des Tétras und Andy!! DJ des nouvelles Landes mit Rolf bei einer Lawinenübung, Foto A. Balzarini, Copyright by Keystone

Sanitätshund

Die Schweiz ist das einzige Land, das die Disziplin „Sanitätshund“ kennt. Der Sanitätshund ist die älteste Art der Rettungshunde. Im Ersten Weltkrieg waren systematisch ausgebildete Hunde die idealen Gehilfen der Sanitätssoldaten, daher stammt der Name „Sanitätshund“. Auf den Kampffeldern suchten Sanitäter mit ihren Hunden nach Verletzten. Oftmals konnte der Soldat nicht aus der Deckung, dann schickten sie die Hunde kriechend weiter um zu suchen. Die Hunde meldeten ihren Fund, indem sie einen Gegenstand des Verletzten, z. B. seine Mütze, dem Führer brachten. Da dieses Anzeigeverfahren manchmal zu Problemen führte, begann man dem Hund ein so genanntes Bringsel, ein ca. 10cm langes Lederstück, ans Halsband zu hängen. Fand der Hund einen Verwundeten, nahm er das Bringsel in den Fang und kehrte zu seinem Führer. Er führte ihn daraufhin zu dem Verletzten. Heute wird der Sanitätshund nicht mehr von der Armee eingesetzt. Im Sportbereich ist diese Disziplin jedoch geblieben. Bewertet wird die Nasenarbeit (Quersuche, Reaktion, Führigkeit, Tempo, Ausdauer, das Bringseln und Anzeigen), Erfolg, (3Personen, 1Rucksack),Unterordnung (Fusslaufen, Voranschicken mit hinlegen, Setzen, Legen, Front, Apportieren, Kriechen, Hoch -und Weitsprung.) Der Hund sollte bei dieser Arbeit unbedingt eine Sanitäts-Schabracke tragen, da er teilweise in unübersichtlichen Wald oder Gelände reviert. Für den Jäger eine grosse Hilfe, um wildernde Hunde zu unterscheiden. Bei der Nasenarbeit sollte der Hund mit einer systematischen Quersuche sitzende oder liegende Personen und einen Gegenstand(Rucksack, Tasche, Mantel) mittels des Bringselverfahrens anzeigen. Von der Mittellinie aus, schickt der HF den Hund mindestens 60m nach rechts und links. Kommt der Hund mit dem Bringsel im Fang zurück, ist für den HF klar, dass er etwas gefunden hat, den Bringsel abgenommen, zeigt der Hund dem HF die Fundstelle. Sanitätshund I : 20Min. 200mx120m ( ein Gebiet von einer Fläche von 24’000m2) Sanitätshund II : 25Min. 300mx120m (ein Gebiet von einer Fläche von 36’000m2) Sanitätshund III : 30Min. 400mx120m (ein Gebiet von einer Fläche von 48’000m2) Diese Disziplin eignet sich vor allem für Hunde mittlerer Grösse. Die ganz kleinen oder ganz grossen Hunde sind etwas benachteiligt, doch es ist nicht unmöglich mit ihnen diese Arbeit zu machen. Jeder Hund sollte jedoch menschenliebend, suchfreudig, fit und vor allem einen sehr guten Appell haben. Um die Arbeit mit dem Bringsel schnell zu lernen, wäre das freudige Apportieren allerlei Gegenstände des Hundes von Vorteil. In der Schweiz werden landesweit Prüfungen organisiert. Der Kalender wird in den offiziellen Organen der SKG, „Hunde“ und Cynologie Romande“ veröffentlicht. Viele Hundeklubs bieten die Möglichkeit den Hund auszubilden. Einige Bretonen unseres Klubs nehmen an diesen Prüfungen teil oder sind noch in der Ausbildung. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und Freude. Gret Kunkler

Agility

Ganz persönlich sind wir nicht Agility erfahren. Wir kennen diese Sportart zu wenig. Es erfordert viel Ausdauer, Schnelligkeit, Gehorsam und eine starke Bindung zum Führer. Vista des nouvelles Landes hat bewiesen, dass ein Epagneul Breton diese Eigenschaften besitzt und sich für diese Sportart bestens eignet. Sie hat den höchsten Level III unter der Führung von Mélanie erreicht. Wir gratulieren dem Team ganz herzlich!

Brandmittellspürhund

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Brandmittelspürhunde können grundsätzlich bei allen Arten von Bränden (Brände von Fabriken, Lagerhallen, Landwirtschaftsgebäuden, Häusern, Wald- und Flächenbränden, etc.) eingesetzt werden. Der Brandmittelspürhund unterstützt die Arbeit der Brandermittler, indem er einen Brandort nach dem Erkalten und dessen Umfeld besonders schnell und effektiv nach verwendeten Brandbeschleunigern absuchen kann. Der Brandmittelspürhund ist aufgrund seines hochempfindlichen Geruchsinns in der Lage, noch nach Tagen stark abgedampfte und kleinste Restmengen brennbarer Flüssigkeiten im Brandschutt zu erkennen. Der Hund ist auf acht verschiedene Substanzen von Kohlenwasserstoffen in Brandbeschleunigern konditioniert, wodurch er ca. 1500 Brandbeschleuniger abdeckt. Zeigt der Brandmittelspürhund im Brandschutt oder bei einer Flüssigkeit in der Nähe des Brandortes an, so kann das Material zielgerichtet gesichert und in einem Labor ausgewertet werden. Die Anzeige erfolg passiv, liegend und mit der Nase Punktgenau auf dem Brandbeschleuniger. Die ersten Brandmittelspürhunde wurden in den 80-er Jahren in den USA ausgebildet. Seit 1998 stehen sie erfolgreich in Europa, vor allem in Deutschland und Österreich, im Einsatz. Zurzeit werden die Vorzüge von Brandmittelspürhunden auch in der Schweiz erkannt. Ich arbeite bei der Kantonspolizei Graubünden und führe meine Hündin Barinja des nouvelles Landes, welche nun eine von fünf Brandmittelspürhunden in der Schweiz ist, seit dem Jahre 2006. Bruno Fetz

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Aktualisiert (Donnerstag, den 27. Februar 2020)

Epagneuls Bretons et

Bouledogues Français des

nouvelles Landes